Wir stellen den Filmideen-Wettbewerb bei Radio LOHRO vor!

2. September 2021 | Neuigkeiten

Wir waren am 2. August bei Radio LOHRO, um den Start unseres Filmideen-Wettbewerbs einzuläuten! Marie und Dawid geben euch einen Einblick in den Ablauf des Wettbewerbs und verraten, welche Eindrücke es bereits aus den vorherigen Wettbewerben von Klappe gegen Rassismus und Klappe gegen rechts gab. Hier gibt es das Interview noch einmal zum Nachlesen!

Interviewer: Heute geht es los, der Filmideen-Wettbewerb von Klappe auf! und der richtet sich vor allem an junge Menschen. Bei mir sind jetzt zwei Leute, die das Ganze mitorganisieren. Am besten stellt ihr euch mal selbst vor.

Marie: Hallo! Mein Name ist Marie Schatzel.

Dawid: Moin! Ich bin Dawid Mohr. Ich bin Projektleiter beim Projekt Klappe auf!

Interviewer: Worum geht’s denn ganz genau? Was verbirgt sich hinter Klappe auf!?

Marie: Klappe auf! ist ein medienpädagogisches Projekt, welches politische Bildungsarbeit macht. Wir arbeiten mit Jugendlichen, aber auch mit pädagogischen Fachkräften.

Interviewer: Und wer kann denn da jetzt alles mitmachen? Wie sieht eure Zielgruppe aus? Wen wollt ihr überreden, dass er*sie unbedingt mitmachen soll?

Marie: Unser Projekt ist so aufgebaut, dass wir zum einen in Schulen gehen und dort Workshops anbieten. Und ab heute startet dann zum anderen auch unser Wettbewerb. Es können Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern im Alter von 12 bis 25 Jahren teilnehmen. Das ist eine sehr breite Spanne, aber es ist auch cool, mitzumachen, wenn man ein wenig älter ist, denke ich.

Interviewer: Und habt ihr schon eine Vorstellung, wie die Ideen so aussehen? Habt ihr da vielleicht aus dem letzten Jahr schon Einblicke?

Marie: Es gab das Vorgängerprojekt „Klappe gegen Rassismus“, davor gab es dann „Klappe gegen rechts“ und Klappe auf! ist nun quasi das dritte Projekt in der Reihe. Da sind ganz unterschiedliche Sachen dabei gewesen. Wir hatten Dokumentationen dabei. Wir hatten einen Experimentalfilm dabei, der ganz unterschiedliche Genres verbunden hat. Dabei wurde ein Gedicht vertont. Wir hatten Kurzspielfilme und Animationen. Also wirklich, ganz, ganz bunt und ich glaube, dass wird dieses Jahr auch wieder auf uns zukommen.

Interviewer: Also der Kreativität sind auf jeden Fall keine Grenzen gesetzt. Gibt’s da auch Möglichkeiten, dass ich mir Hilfe holen kann? Also wenn ich jetzt zum Beispiel eine Idee habe und mir sage „Ich will das gerne so und so machen, hab da aber null Ahnung von.“

Dawid: Auf jeden Fall! Wir arbeiten vor allem beim Filmideen-Wettbewerb, aber auch darüber hinaus, mit Medienwerkstätten aus ganz M-V zusammen. Also mit Medienpädagog*innen, die das professionell machen. Sie begleiten später auch die Filmteams bei der Verwirklichung der Filme.

Interviewer: Bis wann können denn die Ideen noch eingereicht werden? Das ist auch noch ein wichtiger Punkt.

Dawid: Die Ideeneinreichung beginnt heute am 2. August und sie geht bis zum 24. September. Also zwei Tage vor der Bundes- und Landtagswahl.

Interviewer: Und wie sieht das dann aus? Wer wählt dann die Teilnehmer*innen aus?

Marie: Wir haben eine Jury von ungefähr 10 Leuten, die divers besetzt ist. Es sind teilweise unsere Förderpartner*innen dabei, aber es sind auch Leute aus der politischen Bildungsarbeit und der Jugendarbeit dabei. Es ist auch Miri dabei. Sie war schon bei „Klappe gegen Rassismus“ an Board und hat damals selbst einen Film umgesetzt. Wir haben jemanden von „Jugend Spricht“ mit dabei, die Arbeit für Jugendliche mit Migrationshintergrund machen. Also ganz bunt gemischt.

Interviewer: Als nächstes würde mich interessieren, wie es genau nach der Auswahl der Teilnehmer*innen weitergeht?

Marie: Dann gibt es im Anschluss an die Jurysitzung einen dreitägigen Workshop. Dort setzen wir uns noch einmal mit den Grundlagen auseinander: Was ist Rassismus? Was ist Diskriminierung? Wie wirken sich diese Phänomene aus? Worauf sollte man achten, wenn man den Film umsetzt? Es wird aber auch noch einmal Zeit geben, um in die Drehbücher zu schauen und daran zu arbeiten. Und sollte man die Medienwerkstatt noch nicht kennen, mit der man dann zusammenarbeitet, hat man auch noch etwas Zeit, sich kennenzulernen. Und natürlich auch, um sich mit den anderen Filmteams auszutauschen.

Interviewer: Du hast es gerade schon angesprochen. Das Thema wird Rassismus und Diskriminierung sein. Warum genau das?

Dawid: Das Thema ist ein Dauerthema. Es bewegt die Gesellschaft und das nicht nur hier in Deutschland, sondern auch im globalen Maßstab. Wenn man da allein schon an das letzte Jahr zurückdenkt, wie oft und wiederkehrend Rassismus medial thematisiert wurde, merkt man, dass das Thema eine hohe gesellschaftliche Relevanz hat. Es gibt innerhalb verschiedenster Gesellschaften dazu noch viel Rede- und Diskussionsbedarf. Daher ist das Thema nach wie vor sehr, sehr wichtig. Es ist noch sehr viel zu tun auf dem Weg in eine Gesellschaft, in der es deutlich weniger Rassismus gibt oder die möglichst frei von Rassismus ist.

Marie: Da würde ich noch einmal ergänzen. Es ist nicht so, dass Rassismus eine Sache ist, mit der sich nur Menschen beschäftigen müssen, die Gewalt im Alltag erfahren. Weiße Menschen wie du und ich sollten sich selbstverständlich auch damit auseinandersetzen. Wir sind großer Teil des Problems Rassismus und ich denke, es sollte jede*r einen Blick darauf werfen, welche Rolle wir in diesem System einnehmen und wie wir das gemeinsam ändern können.

Interviewer: Wenn ich jetzt noch mehr Informationen brauche, z.B. um meine Bewerbung fertig zu machen. Wo finde ich die?

Marie: Wir haben eine Homepage. Das ist www.klappe-auf-mv.de. Wir sind auf Facebook und auf Instagram und man kann uns auch einfach eine Mail schreiben an klappe@raa-mv.de.

Interviewer: Das ist ja relativ simpel. Damit bin ich auch schon fast durch mit allem, was ich wissen wollte. Möchtet ihr noch irgendwas loswerden, das ganz wichtig ist?

Dawid: Wir sind natürlich in einer größeren Trägerstruktur eingebunden. Wir sind ein Projekt des Trägers…

Marie: …Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie Mecklenburg-Vorpommern e.V., ein sehr, sehr langer Name. Abgekürzt RAA…

Dawid: …M-V e.V., richtig. Vielen Dank, Marie.

Marie: (lacht)

Dawid: Ansonsten haben wir auch noch finanzielle Förderer. Das ist das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, die F.C. Flick Stiftung und das Bundesland M-V aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Das sind die Grundlagen, auf denen das Projekt fußt. Wir hoffen, dass sich viele junge Menschen bewerben und ihre Ideen einreichen. Wir sind total gespannt drauf!

Interviewer: Und wie gesagt, das Ganze könnt ihr einfach per Mail machen oder über das Formular auf der Website. Und alle weiteren Infos findet ihr natürlich auch bei uns auf der LOHRO-Website. Ansonsten bedanke ich mich bei euch beiden und starte mal wieder mit richtig guter Musik!

 

 

Mitmachen!

Du interessierst dich für die Angebote von Klappe auf!? Du hast Lust auf ein Filmprojekt? Du hast in deinem Leben Rassismus erfahren und möchtest dich mit anderen Jugendlichen mit ähnlichen Erfahrungen in einem sicheren und vorurteilsfreien Umfeld austauschen? Wir bieten Workshops für Jugendliche und geben Hilfestellung für Pädagog*innen zu antirassistischer Bildungsarbeit.

Klappe auf! ist ein Projekt der RAA Mecklenburg-Vorpommern e. V. und wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! sowie vom Land Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der F. C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz gefördert.

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